HINTERGRUND

Wieso Natur schützen?

Die Natur als Dienstleister für den Menschen gewährleistet uns ein gesundes Klima, sauberes Wasser, fruchtbaren Boden und ausreichend Nahrung.
Eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt ist für die Bestäubung unserer Kulturpflanzen oder zur Entwicklung lebensrettender Medikamente unabdingbar.
Diese Kapazitäten langfristig zu sichern, erfordert nicht nur ein Umdenken, sondern in einem zweiten, essentiellen Schritt auch eine grundlegende und
langfristige Verhaltensänderung der Menschen. Diese Verhaltensänderung ist von existentieller Bedeutung für ein dauerhaft-zukunftsfähiges Leben der Menschen
und für die Bewahrung der Artenvielfalt und wohl eine der größten Herausforderungen der heutigen Zeit.
Biologische Vielfalt hat einen Eigenwert. Jede Tier- oder Pflanzenart hat einen eigenen Wert,
unabhängig davon, ob sie dem Menschen einen Nutzen bringt oder nicht.
 

Wieso sterben Arten aus?

Der Hauptgrund des Artensterbens ist die direkte und indirekte Zerstörung von Lebensräumen.
So sind allein in Deutschland von den 690 unterschiedlichen natürlichen Lebensraumtypen fast ¾ gefährdet.
 

Artenvielfalt - Fakten

Heute sind knapp 2 Millionen Arten beschrieben, Wissenschaftler gehen jedoch von 5-10 Millionen Arten auf der Erde aus.
Tropische Regenwälder: Obwohl sie nur 7 % der Erdoberfläche bedecken, lebt hier die Hälfte aller existierenden Arten (Conservation International 1990).
In Deutschland leben 28.000 Pflanzenarten (7 % des Weltbestandes) und 48.000 Tierarten (3 % des Weltbestandes).

Durch menschliche Aktivitäten hat sich das Artensterben rapide beschleunigt. Arten sterben 100-1000 mal schneller aus,
als unter natürlichen Umständen zu erwarten wäre. Jeden Tag sterben ca. 150 Arten aus – unwiederbringlich.
Viele davon hat noch nie ein Wissenschaftler beschrieben und benannt.

Global vom Aussterben bedroht sind 21 Prozent der bekannten Säugetiere, 12 Prozent der Vögel,
28 Prozent der Reptilien und 37 Prozent der Süßwasserfische. Bei den Pflanzen gelten sogar 70 Prozent als gefährdet.
 

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© Lea Stanke